|
Pfadfinderisches Leben in den vier Altersstufen
Das pfadfinderische Leben in der DPSG findet in vier Alterstufen statt.
- Im Alter von 7 Jahren können Mädchen und Jungen Mitglied der Wölflingsstufe werden.
- Im Alter von 10 Jahren können Mädchen und Jungen Mitglied der Jungpfadfinderstufe werden.
- Im Alter von 13 Jahren können Jugendliche Mitglied der Pfadfinderstufe werden.
- Im Alter von 16 Jahren können Jugendliche Mitglied der Roverstufe werden.
- Im Alter von 20 Jahren endet die Zugehörigkeit zu einer Roverrunde.
Im Alter von 18 Jahren und mit dem Beginn der Leitungsausbildung können junge Frauen und Männer die Leitung einer Wölflings-, Jungpfadfinder-oder Pfadfindergruppe übernehmen. Roverinnen und Rover können nicht gleichzeitig Leiterinnen oder Leiter sein.
Im Alter von 22 Jahren können junge Frauen und Männer die Leitung einer Roverrunde übernehmen.
In der DPSG stehen die Wölflinge am Anfang einer für sie spannenden Entdeckungsreise, in der sie vieles lernen, ausprobieren und erleben können.
Ziele:
- Durch eine aktive Mitgestaltung werden Kinder stärkt
- Mitbestimmung in der Wölflingsstufe bedeutet, dass das Leben in der Gruppe durch die Interessen und Bedürfnisse der Kinder geprägt ist.
- Sie erfahren gelebte Demokratie in der Gemeinschaft.
- Die Grundlage im Umgang miteinander ist dabei die Wertschätzung gegenüber sich selbst, gegenüber anderen Menschen und gegenüber der Umwelt mit all ihren Facetten.
Das Leben in der Gruppe, im Stamm und im Verband bietet für Wölflinge viele Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Das Spektrum der Entdeckungsfelder ist umfangreich:
- Wölflinge finden zu sich selbst!
- Wölflinge finden Freundinnen und Freunde!
- Wölflinge schauen hinter die Dinge und gestalten sie mit!
nach oben
Der Trupp ist stark geprägt durch die sich entwickelnden Persönlichkeiten der einzelnen Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder mit ihren Interessen, Bedürfnissen, Ideen und Erfahrungen, aber auch ihren Unsicherheiten, Problemen und Ängsten. Sie kommen aus unterschiedlichen persönlichen Situationen und sehen sich vielen Veränderungen und Herausforderungen gegenübergestellt.
- Der Jungpfadfindertrupp ist ein Rückzugsort vom Alltag, in dem sich die Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder in einem geschützten Raum austauschen können.
- In der Jungpfadfinderstufe setzt sich die Entwicklung der Jungen und Mädchen zu starken, eigenständigen und selbstbestimmten Persönlichkeiten fort.
- Einzelne finden in dem Trupp einen Ort der Sicherheit und des Vertrauens.
Für Jungen und Mädchen in der Jungpfadfinderstufe stellt das Leben ein großes Abenteuer dar, sei es die eigene Entwicklung, das Engagement in der Gesellschaft oder die Auseinandersetzung mit dem Glauben.
Zu den Inhalten der Jungpfadfinderstufe zählen:
- Entfaltung der Persönlichkeit
- Orientierungshilfen bei der Weiterentwicklung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit.
- Das Leben im Trupp macht den Mitgliedern der Jungpfadfinderstufe Mut, zu sich selbst zu stehen.
- lernen bei dieser Auseinandersetzung, sich auf die Meinungen und Werte anderer einzulassen, diese zu verstehen und kritisch zu hinterfragen
- Lebensumfeld gestalten
- Verantwortung übernehmen
nach oben
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder geben und erfahren im Trupp Rückhalt und Vertrauen. Auf dieser Basis können sie sich ausprobieren und dabei Wagnisse eingehen sowie Grenzerfahrungen machen. ‚Wagt es‘ und die ‚Frankfurter Erklärung‘ bieten ihnen und ihren Leiterinnen und Leitern dabei eine Orientierung und ermöglichen die Entwicklung einer altersgemäßen Grundhaltung.
- Jedes Truppmitglied trägt durch sein Mitwirken zur Entwicklung des Trupps bei
- Das Handeln des Trupps ist zunehmend selbstbestimmt und entspringt den Interessen und Bedürfnissen der Truppmitglieder.
- Die Gemeinschaft des Trupps lebt durch das solidarische Miteinander und das gemeinsame Handeln aller Truppmitglieder.
- Der Trupp mit dem Leitungsteam unterstützt die einzelnen Mitglieder bei der Suche nach ihrem Lebensstil und der Entwicklung eigener Lebensentwürfe.
- Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben in ihrem Truppalltag die Möglichkeit, die Suche nach Glaube und Werten in dem geschützten Raum des Trupps zu intensivieren und neue Wege der Glaubens- und Sinnsuche zu erfahren.
- Durch die Auseinandersetzung mit ihren Werten und den Geschehnissen in der Welt sowie durch altersgemäße Aktions- und Mitbestimmungsformen lernen die Truppmitglieder politisch zu handeln.
- Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder bauen ihre Kenntnisse in den klassischen Pfadfindertechniken aus.
- In Unternehmen mit Pfadfinderinnen und Pfadfindern außerhalb des Stammes lernen sie den Verband und andere Trupps kennen.
- Bei internationalen Begegnungen lernen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder zudem, die Auseinandersetzung mit der eigenen und fremden Kultur zu intensivieren.
Die pfadfinderische Methode mit ihren vier Elementen findet in der Pfadfinderstufe ihre altersgemäße Ausprägung, indem gegenüber der Jungpfadfinderstufe der Anteil an Selbsterziehung der Jugendlichen zunimmt.
- Attraktive Programme
- Learning by doing
- Gesetz und Versprechen
- Groß-und Kleingruppe
WAGT ES-Orientierung der Pfadfinderstufe
Die Pfadfinderstufe macht mit ihrer Orientierung ‚wagt es‘ Mut, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen sich gemeinsam auf den Weg, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Diese Entwicklungen sind aber nicht vom Geschehen in der Welt losgelöst.
Du bist aufgefordert, deine Zeit in der Pfadfinderstufe und dein Leben für dich zu nutzen und „die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als du sie vorgefunden hast".
- Wag es, das Leben zu lieben!
- Wag es, nach dem Sinn deines Lebens zu suchen!
- Wag es, deinen eigenen Lebensstil zu finden!
- Wag es, deine Augen aufzumachen!
- Wag es, deine Meinung zu vertreten!
- Wag es, den nächsten Schritt zu tun!
- Wag es, dein Leben aktiv zu gestalten!
- Wag es, dich für die Natur einzusetzen!
‚Wagt es‘ ist kein starres Gesetz. ‚Wagt es‘ soll dir für dein Leben Orientierung bieten. Auf deinem Weg wirst du Erfolge und Rückschläge erleben. Glaube an dich und vertraue auf Gott. Dein Trupp und dein Leitungsteam geben dir den nötigen Rückhalt. Wag es!
nach oben
Das Leben der Roverinnen und Rover im Stamm findet in der Runde statt. Eine Roverrunde besteht in der Regel aus 7 bis 12 Mitgliedern. Bei einer größeren Anzahl von Roverinnen und Rovern ist es sinnvoll, mehrere eigenständige Runden zu bilden.
Die Roverrunde kann für ihre Mitglieder zu einem intensiven Freundeskreis werden, der seinen eigenen Stil und seine eigene Kultur entwickelt - dies gilt für alle Gruppenphasen: von der Aufnahme über das Arbeiten und Feiern bis hin zur Verabschiedung. Bei Projekten oder besonderen Aktionen bilden einzelne Mitglieder der Runde aufgabenorientierte Kleingruppen.
Die Roverrunde kann Rundensprecherinnen und Rundensprecher wählen, die die Meinungen und Ideen der Runde nach außen hin vertreten. Diese Sprecher und Sprecherinnen ersetzen in keinem Fall die Roverleitung.
Bei der Entscheidung, selbst eine Leitungsfunktion zu übernehmen, erhalten Roverinnen und Rover Unterstützung durch die Roverleitung und die Stammesleitung.
Mitglieder der Roverstufe können aber nicht gleichzeitig die Leitung einer Alterstufe der DPSG übernehmen. Roverinnen und Rover, die eine Leitungsaufgabe in der DPSG übernehmen, scheiden aus der Roverrunde aus. Roverinnen und Rover haben ein Recht auf ihr Rover-Sein – vier Jahre Leben in der Roverstufe sollten nicht unbedacht verschenkt werden.
Ziele, Inhalte und Methoden der Roverstufe
- Versprechen
- Unterwegssein
- roverspiri
- beRover
- futurover
- interover
- rovermission
- roverkult
Grundsätzlich haben also die Roverrunden unbegrenzte Möglichkeiten, ihr Gruppenleben zunehmend selbstverantwortlich zu gestalten. Auf jeden Fall sollen alle Roverinnen und Rover während ihrer vierjährigen Roverzeit.
- mindestens eine internationale Begegnung machen;
- sich wenigstens einmal bei einem gesellschaftlichen Projekt engagieren;
- sich Gedanken über ihre eigene Zukunftsgestaltung und Lebensziele als Frau oder Mann machen;
- sich mit der eigenen Spiritualität auseinander setzen;
- begreifen, dass sowohl ein beweglicher Geist als auch ein aktiver Körper untrennbare Bestandteile seiner Persönlichkeit sind;
- sein Handeln am „Gesetz der Pfadfinderinnen und Pfadfinder" orientieren.
nach oben
|