Lagerfeuerabend

Wenn ihr Samstagabend zum Lagerfeuerabend kommt, könnt ihr für den Abend Einblicke in unser Leben als Pfadfinder bekommen. Doch wie sieht der Lagerfeuerabend aus der Sicht von uns Pfadfindern aus?

Schon mehrere Wochen vor dem eigentlichen Tag beginnen die Leiter mit der Planung. Da steht das Datum schon lange fest. Es müssen Fleisch, Brot und Getränke samt Kühlwagen bestellt werden, Mails an die Eltern geschickt werden und vieles mehr. Diese Aufgaben teilen sich die Leiter auf. Auch werden Schichten eingeteilt, da jeder Pfadfinder mal helfen muss. 

 

Richtig los geht es dann am Freitagnachmittag. Die Wiese hinter dem Pfarrheim muss hergerichtet werden. Dazu werden Zelte, Stangen, Teller, Tassen und anderes Material vom Mathaus zur Wiese gebracht. Dann bekommt jeder eine Aufgabe. Ein paar Pfadfinder müssen das Zweibein für die Jurte binden, weitere bauen schon mal andere Zelte auf. Ist das Zweibein fertig, wird jede Hand gebraucht um das große Juchtendach stabil aufzustellen. Daran können dann die kleineren Zelte ausgerichtet werden. Weiter geht es ab Samstagmittag. Es muss dekoriert werden, Tische, Bänke und Schwedenstühle werden aufgestellt. Gegen Nachmittag kommt der Kühlwagen und Fleisch und Brötchen müssen abgeholt werden. Wenn bis dahin kein Problem auftritt, wissen wir, dass wir gut geplant haben und können ruhig dem Abend entgegensehen. Falls doch mal ein kleineres Problem auftritt lässt sich irgendwie immer eine Lösung finden, schließlich sind wir Pfadfinder.

Ist dann alles fertig, kann es beginnen. Fast der gesamte Stamm geht zur Messe, die den Lagerfeuerabend eröffnet und von den Pfadfindern mitgestaltet wird. Währenddessen wird schon der Grill angefeuert und die Salatbar mit Salaten, die wir von Eltern gespendet bekommen, wird aufgebaut. So können wir direkt essen anbieten und keiner muss lange warten. Nach der Messe müssen die ersten Pfadfinder dann zu ihren Schichten. Für die Juffis bedeutet das die Salatbar bedienen. Die Pfadis übernehmen den Grill, die Rover verkaufen Getränke und der Vorstand übernimmt den Wertmarkenverkauf. Die Wölflinge haben noch Pause bis die ersten Spülwannen voll sind. Während die Besucher gemütlich am Feuer sitzen müssen wir Pfadfinder sicherstellen, dass alles läuft. Leere Flaschen werden eingesammelt und zurück gebracht, die Salatbar und der Grill werden mit sauberen Tellern versorgt und die Kinder können über dem Feuer Stockbrot machen. Später werden dann Schichten getauscht, sodass jeder im Laufe des Abends mithelfen muss. Wer gerade nicht helfen muss kann selbst was essen und trinken oder sich mit ans Feuer setzen und den Abend genießen. Sind dann die Musiker mit ihren Schichten durch, werden Gitarre und Bongos ausgepackt und Lieder gesungen. So langsam gehen die ersten Besucher nach Hause und auch für uns wird es etwas ruhiger. Oft werden wir noch von Pfadfindern aus anderen Stämmen der Region besucht. Dann kann man sich austauschen und erfahren was der andere Stamm so macht und auf welchem Lager man sich im Verlauf des nächsten Jahres sehen wird. Der Abend endet am Feuer und die letzten Pfadfinder gehen auch ins Bett. 

Doch damit ist für uns die Arbeit noch nicht vorbei. Am Sonntag ist der Abbau dran. Alles wird wieder abgebaut und weggeräumt, nur ein Zelt und das große Jurtendach bleiben für das Pfarrfest stehen. Diese werden kontrolliert, damit sie nicht bei der nächsten Windböe umkippen und sobald sie nicht mehr gebraucht werden abgebaut. Damit ist dann auch ein langes Pfadfinderwochenende vorbei und der Rest des Sonntages kann ausgeruht werden. Wir freuen uns aber schon auf das nächste Jahr wenn wir euch zu unserem Lagerfeuerabend begrüßen dürfen!