Friedenslicht

Friedenslicht

In Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesus brennt seit Jahren eine Kerze.  In der Weihnachtszeit wird das Licht dieser Kerze als Friedenslicht in viele Länder gebracht. Dies geschieht mit Hilfe der Pfadfinder. Das Licht wird von einem Kind aus Österreich, dem Friedenslichtkind, in Bethlehem abgeholt und mit dem Flugzeug nach Österreich transportiert.

Am dritten Adventswochenende reisen Pfadfinder aus ganz Europa und Teilen Amerikas nach Wien um es dort abzuholen und weiter zu verbreiten. Dazu findet am Samstagnachmittag ein ökumenischer Gottesdienst statt, in welchem das Licht an einen Vertreter jedes Landes weitergegeben wird. Diese Vertreter können das Licht an weitere Pfadfinder ihres Landes verteilen.

Die deutschen Pfadfinder treten in der Nacht zum Sonntag die Rückfahrt mit dem Zug an. Die Pfadfinder aus ganz Deutschland geben auf ihrer Rückreise das Friedenslicht an jedem Bahnhof weiter. Dort wird es von weiteren Pfadfindern und anderen Organisationen wie der Bahnhofsmission in Empfang genommen und weiter in der Stadt verteilt. Viele Städte halten weitere Aussendungsgottesdienste ab und verteilen das Friedenslicht auch in soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. In vielen Städten wird das Friedenslicht auch im Rathaus entgegen genommen. Viele Besucher zünden eine Kerze am Friedenslicht an und nehmen es mit nach Hause, wo es über die Weihnachtstage weiter die Botschaft vom Frieden verkündet.

Die Tradition wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen und findet dort seit 1986 statt. Seit 1994 wird das Friedenslicht auch in Deutschland verteilt. Die Aktion steht dabei jedes Jahr unter einem Motto (2015: „Hoffnung schenken – Frieden finden; 2016 „#Friedengefälltmir“; 2017 „Auf dem Weg zum Frieden“), nach dem auch der Aussendungsgottesdienst gestaltet ist.

In Deutschland beteiligen sich alle Pfadfinderverbände gemeinsam an der Aussendung des Friedenslichtes.


Chronikeinträge der letzten beiden Jahre zu Friedenslicht. 2016 mit einem sehr ausführlichen Bericht von Laura, 2017 mit einem etwas kompakteren Artikel von Sina.


Bilder von den letzten beiden Jahren:

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